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Der nächste Kongress

Bildung und sozialer Zusammenhalt

am 24. April 2024

Am 24. April stellen wir im Rahmen unseres
Kongresses das neue Gutachten „Bildung und
sozialer Zusammenhalt“ vor. Die Veranstaltung
findet im Haus der Bayerischen Wirtschaft in
München statt und wird zusätzlich online
gestreamt.

Das Best-of des Kongresses 2023

Gutachten 2023

Bildung und berufliche Souveränität

Im Gutachten geht der Aktionsrat Bildung der Frage nach, welche Konzepte und Strategien dazu beitragen können, sowohl die Teilnehmer*innen von Bildungsmaßnahmen als auch die Bildungseinrichtungen bei der Entwicklung von beruflicher Souveränität zu unterstützen.

 

Die Vorträge zur Vorstellung des Gutachtens 2023

Psychologische Perspektive

Prof. Dr. Bettina Hannover

Leiterin des Arbeitsbereichs Schul- und Unterrichtsforschung im Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie, Freie Universität Berlin

Berufliche Souveränität in der Frühen Bildung, Primar- und Sekundarschule

Prof. Dr. Nele McElvany

Geschäftsführende Direktorin des Institutes für Schulentwicklungsforschung, Technische Universität Dortmund

Berufliche Souveränität in der Hochschule und Weiterbildung

Prof. Dr. Monika Jungbauer-Gans

Wissenschaftliche Geschäftsführerin des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW)

Zusammenfassung des Kongresses am 03.05.2023

vbw Präsident Wolfram Hatz eröffnete die Veranstaltung und betonte die Bedeutung einer frühzeitigen, altersgerechten und fächerübergreifenden Studien- und Berufsorientierung. Weiterhin erklärte er: „Die Jugendlichen müssen sich mit der Berufswelt auskennen, sich frühzeitig mit ihren Talenten auseinandersetzen und vor allem auch ausprobieren, was sie interessiert. Jede und jeder Einzelne braucht in allen Bildungsphasen immer wieder die Perspektive auf eine erfüllende berufliche Laufbahn.“

Im Anschluss führte Prof. Dr. Dr. h. c. Dieter Lenzen, Präsident der Universität Hamburg und Vorsitzender des Aktionsrats Bildung, in seinem Vortrag „Bildungsauftrag berufliche Souveränität“ in die Inhalte des Gutachtens ein. Unter beruflicher Souveränität verstehe der Aktionsrat Bildung die Möglichkeit einer Person, ihre Berufswahl und Berufsausübung selbstbestimmt und kompetent zu vollziehen.

Berufliche Souveränität als Entwicklungsziel

Berufliche Souveränität bezeichnet die Möglichkeit einer Person, ihre Berufswahl und -ausübung selbstbestimmt und kompetent zu vollziehen. Berufliche Souveränität ist ein Entwicklungsziel für jeden Menschen. In ihren Vorträgen präsentierten die Mitglieder des Aktionsrats Bildung geeignete Maßnahmen zur Steigerung der beruflichen Souveränität der Bildungsteilnehmer*innen in den einzelnen Bildungsphasen. Auch die Rolle der Bildungseinrichtungen und des Bildungssystems wurden thematisiert.

Die Inhalte des Gutachtens wurden von weiteren Mitgliedern des Aktionsrats Bildung vorgestellt: Die psychologischen Hintergründe der beruflichen Souveränität erläuterte Prof. Dr. Bettina Hannover, Leiterin des Arbeitsbereichs Schul- und Unterrichtsforschung im Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie an der Freien Universität Berlin.

Prof. Dr. Nele McElvany, Geschäftsführende Direktorin des Institutes für Schulentwicklungsforschung an der Technische Universität Dortmund, ging auf die Bedeutsamkeit von Potenzialen in der Frühen Bildung durch die Schaffung entsprechender motivationaler Grundlagen ein und betonte die Entwicklung von Wissen über Berufstätigkeit und Berufe. Anschließend benannte sie für den Primar- und Sekundarbereich die maßgeblichen Entwicklungsprozesse für die Berufsorientierung in späteren Lebensphasen.

Die zentralen Herausforderungen für die Hochschule und Weiterbildung wurden von Prof. Dr. Monika Jungbauer-Gans, wissenschaftliche Geschäftsführerin des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW), vorgestellt.

Befähigung zur beruflichen Souveränität

Im Rahmen einer Gesprächsrunde diskutierten Vertreter*innen aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft zentrale Ergebnisse und Empfehlungen der Studie. Im Mittelpunkt der Gesprächsrunde stand die Frage, welche Konzepte und Strategien dazu beitragen können, sowohl auf individueller als auch auf der Ebene der Bildungseinrichtungen die Entwicklung beruflicher Souveränität zu stärken.

Die Schwerpunkte der Diskussion fanden sich auch im digitalen Grußwort von Prof. Alexander R. Lorz, Mitglied des Präsidiums der KMK, wieder, das im Rahmen der Veranstaltung gezeigt wurde: Berufliche Orientierung muss so früh wie möglich und praxisorientiert erfolgen sowie auf die persönlichen Neigungen der Schülerinnen und Schüler eingehen. Es bedarf hochwertiger, längerer Berufspraktika in der Sekundarstufe und mehr Freiraum in den Schulen für die Umsetzung beruflicher Orientierung.
Der bayerische Staatsminister für Unterricht und Kultus, Prof. Dr. Michael Piazolo, betonte, dass neben individueller Ausbildungsreife, Berufswahlbereitschaft und -kompetenz auch die Freude am Beruf einen wesentlichen Bestandteil für eine erfolgreiche Berufswahl bilde.

Vortragende und Podiumsteilnehmer*innen

  • Dr. Christof Prechtl, stellv. Hauptgeschäftsführer, vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.
  • Prof. Dr. Dr. h.c. Dieter Lenzen, Vorsitzender des Aktionsrats Bildung, Universitätspräsident a. D.
  • Prof. Dr. Bettina Hannover, Leiterin des Arbeitsbereichs Schul- und Unterrichtsforschung im Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie, Freie Universität Berlin
  • Prof. Dr. Monika Jungbauer-Gans, Wissenschaftliche Leiterin des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW)
  • Prof. Dr. Nele McElvany, Technische Universität Dortmund, Geschäftsführende Direktorin des Instituts für Schulentwicklungsforschung (IFS)
  • Prof. Dr. Ludger Wößmann, Professor für Volkswirtschaftslehre, Ludwig-Maximilians-Universität München, Leiter des ifo Zentrums für Bildungsökonomik
  • Astrid-Sabine Busse, Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Berlin
  • Prof. Dr. Michael Piazolo, Bayerischer Staatsminister für Unterricht und Kultus
  • Jürgen Böhm, Vorsitzender des deutschen Realschullehrerverbandes, München
  • Nedjmije Bajrami, Fachkoordinatorin für Inneres, Bundesschülerkonferenz, Berlin

Für junge Menschen ist der Lernort Schule von großer Bedeutung für die Unterstützung im Erwerb beruflicher Souveränität. In qualitativ hochwertiger Weise müssen sie die Möglichkeit erhalten, berufsbezogen ihre individuellen Stärken zu explorieren, zu identifizieren und weiterzuentwickeln. Im Rahmen des Kongresses wurden drei Schulen vorgestellt, die für ihr qualitätszentriertes Engagement und die Förderung der Schülerinnen und Schüler auf deren Weg zu beruflicher Souveränität ausgezeichnet wurden.

Krötensee-Mittelschule, Sulzbach-Rosenberg

Lloyd Gymnasium, Bremerhaven

Axel-Bruns-Schule, Celle

ab 29.04.2020

Bisherige Veröffentlichungen

Seit 2005 bewerten die Mitglieder des Aktionsrates Bildung die gegenwärtige Situation im deutschen Bildungssystem auf Basis von umfassenden Expertisen. Lernen Sie die Mitglieder und die Aktivitäten seit Gründung des Aktionsrates jetzt kennen.